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Durchblicke 2011

Durchblicke

 In den Osterferien 2010 wurde die Kastanie vor Gruppe Merlin gefällt - jetzt steht sie wieder, wenn auch nur scheibchenweise, aber in neuem Glanz auf der Wiese vor der Verwaltung.

 

Wie kam´s? Seit langem gibt es einen Plan: unser Gelände Schritt um Schritt verschönern - aber keine konkrete Idee. Eine Urlaubsfahrt in die Bretagne, die Besichtigung eines Schlosses, im Schlossgarten 3 Scheiben eines alten, gefällten Baumes, in der Mitte gefault und daher löchrig - es sah einfach gut aus. Ein paar Monate später: bei uns wird ein Baum gefällt, die schon angesprochene Kastanie - eine Blitzidee, ein kurzer Austausch zwischen Frau Vorbeck und Herrn Dümmler und flugs werden die Baumfäller gebeten, uns 3 dickere Scheiben zurecht zu sägen. Dann kamen die Scheiben erst einmal in den ehemaligen Zwinger. Gut Ding braucht Weile und unser Baum war innen schließlich nicht verfault.

So langsam reifte die Idee, innen aus den Scheiben bestimmte Formen heraus zu schneiden - Kreis, Rechteck, Dreieck und eine wirres Loch. Zum Glück war eine Scheibe so dick, dass wir sie noch einmal teilen konnten - so hatten wir dann genügend Scheiben für die gewünschten 4 Formen. Aber warum gerade diese Formen und was sollte das sagen? Wir hatten genug Zeit, uns darüber Gedanken zu machen, denn das umzusetzen brauchte ja auch seine Zeit und viel Schweiß: In den Sommerferien ein paar Tage, in den Herbstferien ein paar Tage und langsam wurde uns klar, an was wir eigentlich arbeiteten -   

Frau Vorbeck brachte es auf einen Nenner: wir waren dabei, "Durchblicke" zu schaffen.

Nun ist es ja jedermanns eigene Sache, aus einem Kunstwerk das herauszulesen, was es einem sagt. Aber auch die, die es schaffen, haben halt auch ihre eigenen Gedanken.

Für uns waren diese "Durchblicke" eben die Möglichkeiten, wie jeder die Welt sehen, sich zurecht machen kann. Das Runde könnte der Durchblick sein, wenn man sich in etwas einfühlt, sich eins macht und deshalb versteht.

 

Das Rechteck könnte stehen für ein Verstehen der Welt, wenn man nach ihren Ordnungen Ausschau hält und sich die Welt in Schubladen zurecht macht. Manchmal aber muss man auch die Grenze von Etwas herausfinden, um es zu verstehen, man muss es erst provozieren und dafür haben wir das spitze Dreieck geschaffen. Um etwas zu begreifen, muss man manchmal aber auch allen Windungen nachgehen und nichts auslassen oder zuspitzen und das symbolisiert unsere bizarre Aushöhlung.

Aber schon, als wir die Scheiben dann am 16.5. aufstellten, merkten wir, dass man die Scheiben noch ganz anders verstehen und nutzen kann. Philipp meinte spontan, das wäre was für Torwandschießen für wirkliche Profis - mit einem Schuss durch alle Öffnungen schießen. Andere erfreuten sich einfach an der äußeren Gestalt und der Maserung des Holzes - und alle die, die beim Aufstellen behilflich waren, stöhnten eher über den harten Boden und die langen Schrauben, mit denen wir die Scheiben sicher befestigen wollten.

 

Und damit wünschen Frau Vorbeck und Herr Dümmler allen möglichst viel Spaß und viele gute Durchblicke.

 

A. Dümmler


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